BZT041: Easter Eggs

Neben den intensiver behandelten Themen G9, OER und welches Gerät (Smartphone, Tablet oder Laptop) unseren zukünftiges produktives System stellt, haben wir eine Reihe an Artikeln gelesen, auf die wir kurz eingehen.

Die Abteilung Schöne Apps ist heute besonders lang. Das liegt daran, weil es nicht nur um Apps geht, die sich von selbst erklären, sondern auch um welche, deren konkrete medienpädagogische Anwendung erst noch entwickelt werden muss.

Twitter – was solls

Hin und wieder stelle ich mir die Frage, ob das, was ich tue, das Richtige ist. Und deshalb stehen auch die verschiedenen SocialMedia Tools periodisch immer wieder mal auf dem Prüfstand. Facebook und WhatsApp haben dem nicht standgehalten und wurden vor einigen Monaten abgeschaltet: Zu wenig „Nutzen“ für zu viel Rauschen.

Und Twitter? Hier ist die ganze Gemengelage irgendwie komplexer. Mich begleitet der Dienst immerhin seit fast 9 Jahren (#uff). Und so leicht macht man es sich da nicht.

Dennoch hab ich heute Morgen folgendes getwittert:

Ist das hier nicht irgendwie in den letzen Jahren zu einer lauten Ausmerksamkeitsschleuder verkommen? Brauchen wir Twitter noch?
— Felix Schaumburg (@schb) 15. Januar 2017

… worauf eine spannende Diskussion entstanden ist.
Einen etwas längeren Gedanken hat @blume_bob auf seinem Blog bobblume.de veröffentlicht: „Brauchen wir Twitter noch?“.

Auch wenn gerade diese Diskussion ein gutes Beispiel für den Nutzen von Twitter ist (man kommt in einen schnellen Austausch [Neuronenmetapher lässt grüßen]) bleibt bei mir ein komisches Gefühl. Warum?

Twitter war für mich in den Anfangstagen ein Segen. Ich habe mich nach der Uni an der Schule oft „alleine“ gefühlt und war froh, über den Micro-Blogging Dienst schnell Kontakte zu knüpfen, die sowohl das wissenschaftliche Denken weiter gefördert haben – aber auch neue Theoriemodelle entstehen ließen.

Drei Beispiele:
Die Diskussionen mit @filterraum und @jeanpol u.a. über Luhmann und die Systemtheorie waren großartig und energiespendend. Von @lisarosa habe ich den Leitmedienwechsel übernommen, der ja auch ein zentrales Thema meines alten Blogs geworden ist (edushift.de). Und mit @scheppler, @tommdidomm et al wurden Tipps zur „digitalen Lehrertasche“ ausgetauscht und Motivationen ausgesprochen, es nicht aufzugeben und weiter zu probieren.
Alle Strömungen sind in die EduCamps eingeflossen und haben sich so vom Digitalen bis in die kohlenstoffliche Welt vernetzt.

Und nicht nur auf den EduCamps… Auch darüber hinaus sind Freundschaften entstanden, die viele Projekte ermöglicht haben. Ob Podcasts, Kaffee & Kuchen oder Whitepaper, Urlaube am Plauer See und Edersee, die Bierproben aus dem Nürnberger Land oder diverse Konferenzen und Vorträge – alles ohne die ursprüngliche Vernetzung über Twitter kaum denkbar.

Das war eine tolle Zeit.

Nicht nur für die kleine Filterblase der Bildungsneuronen bzw. „digitalen Lehrern“, sondern generell war bei Twitterern ein utopischer Überschuss (via Schulmeister, ab Minute 22:45) vorhanden. Wenn nur alle erstmal Twittern würden und sich austauschen, diskutieren und ein Wettstreit der besten Ideen entsteht, an dem alle teilnehmen können, dann kann es doch nur besser werden. So dachten wir. Damals.

Wir haben nicht bedacht, dass es nicht das Tool war, das Twitter ausgemacht hat, sondern ein Typus von Mensch. Mit der zunehmenden Popularität des Internets und damit auch von Twitter, haben sich die Dinge geändert…

Will und kann ich Mitglied bei einem Dienst sein, der vor allem für die Aufmerksamkeitsspiralen von Trump, AfD und Brexit genutzt wird – um nur ein paar Große zu nennen (es gibt dazu unsäglich viele kleine erschreckend tendentiöse Geschehnisse, die sich täglich in den Timelines finden). Sicher kann ich stummschalten, blockieren etc. Aber ich bin und bleibe ein Teil der Millionen Nutzer, die als Referenz für die Bedeutung irgendwie doch herangezogen werden.

Auch wenn meine Timeline relativ gesittet ist (jeder ist seiner eigenen Timeline Schmied…), so bleibt ein mulmiges Gefühl.


Eine zweite Ebene ist das Verhältnis von Zeit und Nutzen. Früher – ich weiß aktuell nicht, ob ich dies an einem Jahr festmachen könnte – habe ich von Twitter direkt profitiert. Nicht rein utilitaristisch als Kosten-Nutzen-Ergebnis, sondern als erfrischendes Element im Alltag. Wie oben ja schon in dem kurzen Rückblick angedeutet, sind aus Twitter heraus und um Twitter herum einige wunderbare Dinge entstanden.

Und in den letzten Jahren? Zunehmend weniger. Twitter ist vor allem noch Ablenkung und Zerstreuung. Und – positiv – ein Prozess der Beobachtung, wie sich Ideen nach und nach durchsetzen, von anderen rezipiert und neu gedacht werden und emergieren.

Aber vollends zufrieden bin ich mit Zeit/Nutzen nicht mehr.

Wenn ich die Stunden, die im Laufe eines Monats in Twitter landen, zum Lesen und Bloggen nutzen würde, wäre das nicht angebrachter (Danke für dem Impuls via DM, @friederk)?. Und wenn nicht nur ich das machen würde, sondern das Bloggen bei vielen Anderen wieder etwas mehr in den Fokus rücken würde? Wenn wir wieder Gedanken formulieren würden, Praxis reflektieren, Geschichten erzählen, Bastelabende dokumentieren… Das ist doch viel nachhaltiger und spannender als sich wieder und wieder über einen Tweet von populistischen Aufmerksamkeitsmagneten mit Persönlichkeitspathologie aufzuregen.

Twitter muss auch gar nicht weg gehen. Es ist die Frage, wie ich es nutze. Und welche Hoffnungen ich hinein projiziere. Und gerade letzte muss ich wohl korrigieren.

EN: Dokumente zwischen Notizen verschieben

Dokumente zwischen Notizen hin und her zu kopieren war nicht einfach, geht jetzt aber.

Ein Hindernis bei der Nutzung von Evernote auf den mobilen Geräten war für mich immer, dass man Dateien, die einer Notiz hinzugefügt worden sind (PDF, Word, was auch immer) nicht so einfach wie am Desktop hin- und her kopieren konnte.

Am Desktop kann man Text und Datei auswählen, kopieren und in einer anderen Notiz hinzufügen. Auf dem iOS Gerät geht dabei die Datei verloren; nur der Text wird eingesetzt.

Das nervte mich immer.

Geholfen habe ich mir bisher, indem ich auf Programme wie MengeEver2 oder EverCrane zurückgegriffen habe. Damit konnte man Dateien kopieren bzw. auch mobil Notizen (mit Anhängen) zusammenfügen.

Mit einem der letzten Updates (?) der mobilen App wurde die Dokumentenauswahl hinzugefügt. Darüber kann man nun Dokumente aus der iCloud oder der Dropbox in Evernote hinzufügen.

Und damit endlich auch Dateien zwischen Notizen hin- und her kopieren. Denn wenn ich eine Datei öffne, kann ich sie über das Sharing-Menu auf einen der Cloud-Speicher laden und in einer anderen Notiz über den Cloud-Speicher wieder importieren.

Vielleicht für einige altes Eisen – ich hab´s erst vor kürzlich entdeckt und war erleichtert :).

Im- und Export mit der Health.app

Wie man Daten aus der Health.app rausbekommt – und wieder importieren kann.

Die Daten in der Health.app auf dem iPhone sind nur auf dem Gerät gespeichert – was einerseits schön ist, andererseits aber auch unschön, wenn man sich auf ein Backup in der Cloud verlässt…. Nach dem zurücksetzen eines iPhones können die Daten nämlich (je nach Einstellung) weg sein.

Wie kann man die Daten sichern? Eine eigene Im- und Export-Möglichkeit der Health.app gibt es noch nicht; ist aber für iOS 10 angekündigt.

Derweil helfen zwei Apps, seine Daten aus der App herauszubekommen – und auch wieder hinein. Natürlich ist es darüber auch möglich, die Daten ein wenig zu pimpen – das muss jede_r selber entscheiden 😉

Für den Export aus der Health.app kann man Health Export nutzen. Sehr genau kann man dort die Datenquelle und die Zeiträume auswählen und bekommt alles in ein .csv geschrieben.

Das .csv kann man wegspeichern oder wieder in die App importieren (auf einem anderen iPhone oder wenn man sein altes zurückgesetzt hat). Dafür habe ich die App Health Importer verwendet. Die  .csv-Daten kommen am einfachsten via AirDrop vom Mac aufs iPhone. 

Die Apps können nach der Verwendung gelöscht werden. Man sollte aber nicht bestätigen, dass alle Daten gelöscht werden, da dann auch die importieren Daten in der Health.app fehlen.

Die importieren Daten können auch wieder gelöscht werden. Dazu geht man in „Daten“ → die gewünschte Kategorie → … → „Daten freigeben“ und kann dort die von den einzelnen Apps gespeicherten Daten einsehen und einzeln oder tageweise löschen.

Von Evernote nach OmniFocus verlinken

Man kann aus Evernote auch direkt eine Liste mit Todos in OmniFocus öffnen.

Wie man Links in OmniFocus ablegt, damit diese direkt in Evernote geöffnet werden, ist ja landläufig bekannt.

Man kann es aber auch anders herum machen: Links in Evernote ablegen, die dann direkt die Todo-Liste in OmniFocus öffnen.

Dazu zieht man die ToDo Liste aus OmniFocus per Drag-´n-drop in die Notiz in Evernote. Voila!
Der Link funktioniert dann sowohl auf dem Mac wie auch auf dem iPhone/iPad.

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Eigene IP Adresse ermitteln [Update]

Schnell seine IP Adresse herausfinden? So gehts.

Wie ist gerade die eigene IP Adresse? Dafür gibt es verschiedene Lösungen von externen Anbietern – ein entsprechendes Script kann man sich aber auch auf seinem eigenen Server installieren.

Script und Anleitung gibts es zum Beispiel hier:
https://perishablepress.com/roll-your-own-whats-my-ip/

Update:
Nachdem mich SPIT in den Kommentaren nochmal ermuntert hat, es selber zu schreiben, hab ich mich mit seiner Hilfe ran gesetzt und etwas zusammengeklöppelt. Ergebnis gibt es hier als .zip zum Download.

Und so sieht es dann aus: https://ip.schaumburg.xyz

 

LimeSurvey und schöne URLs

Über die .htaccess Datei können die URLs von LimeSurvey angepasst werden.

Für die kleinen und größeren Umfragen kann man nicht nur doodle und GoogleDocs oder Office 365 verwenden, sondern auch FOSS wie LimeSurvey. Das habe ich heute auf dem Server installiert und aktiviert. Anleitungen dazu gibt es zum Beispiel direkt bei LimeSurvey – und die funktionieren gut.

Bildschirmfoto 2016-02-17 um 13.50.37

Hinweis:
LimeSurvey habe ich nicht in einen Unterordner gepackt, sondern als Subdomain eingebunden. Damit kommt wohl die vorbereitete .htaccess nicht ganz klar. Zwar konnte ich die Umfragen einrichten und abrufen, aber es war nicht möglich, in das Admin Verzeichnis zu kommen, indem man einfach /admin/ an die Domain angefügt hat – wie im Manual empfohlen.

Außerdem wollte ich noch schöne URLs.
Nicht https://sub.domain.tld/index.php/289311?lang=de
sondern https://sub.domain.tld/289311

Dies kann man sich einrichten, indem man die .htaccess Datei wie folgt befüllt und den Rest, der dort steht, löscht:

RewriteEngine On
RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} !-f
RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} !-d
RewriteRule ^(.*)$ /index.php?/$1 [L]


Wenn jemand schöne Templates kennt? Ich bin dankbar für Hinweise.

Mails verschlüsseln, bitte.

Mails sind wie Postkarten. Wir sollten beginnen, unsere Privatsphäre zu schützen.

[toc]

Vorab Gedanken

Die meisten Mails, die wir täglich verschicken, sind Postkarten. Für alle lesbar, die Zugriff auf die Server haben, über die die Mails laufen. Obwohl wir das selbst zu den besten Zeiten des Papier-Briefes kaum gemacht haben, haben wir uns inzwischen an die Offenheit gewöhnt. Trotz Snowden & Co. Fahrlässig…

Dabei würde ich so gerne mehr verschlüsseln. Kann ich doch? Immerhin kann man ja auch auf eine erhaltende Postkarte einen schönen und verschlossenen Brief zurück schicken.
Tja, leider bricht hier die Analogie… Für eine Verschlüsselung brauchen wir die Mitarbeit von beiden Seiten: Dem Sender und dem Empfänger.

Wie funktioniert Verschlüsselung

Jeder hat zwei Schlüssel (ein Schlüssel ist ein Zahlen-Code, den ich auf dem Rechner gespeichert habe. Also nix dolles.) Der eine Schlüssel ist der private Schlüssel. Der ist nur für mich und keinem anderen bekannt – und sollte auch nie weitergegeben werden.
Der andere Schlüssel ist der öffentliche Schlüssel. Den sollte man weitergeben und verteilen.

Was tun die beiden Schlüssel? Der öffentliche Schlüssel kann eine Nachricht so „verschließen“, dass sie nur mit dem entsprechenden privaten Schlüssel geöffnet werden kann.

Wenn ich also Peter eine Mail schreibe, dann verschlüsselt mein E-mail Programm die Mail mit Peters öffentlichen Schlüssel. Peter kann dann mit seinem privaten Schlüssel diese Mail öffnen und lesen. Und zwar nur Peter, da ja nur er diesen Schlüssel hat!
Auf dem Weg von mir zu Peter ist nur eine Flut von Zahlen und Buchstaben zu sehen. Für Außenstehende also nicht auszuwerten.

Um die Mails zu verschlüsseln, müssen Peter und ich dafür sorgen, dass wir unsere öffentlichen Schlüssel gegenseitig ausgetauscht haben. Denn ohne diesen Schlüssel kann nicht verschlüsselt werden.

Damit Peter, wenn er mir schreiben möchte, nicht erst nach meinem Schlüssel fragen muss, gibt es zwei Wege:

  1. Schlüsselserver (vor allem bei PGP): Auf diesen werden die öffentlichen Schlüssel nach der Erstellung geladen und sind dann für alle verfügbar. Ich kann dort, wenn ich die E-mail Adresse von jemandem kenne, nach seinem öffentlichen Schlüsseln suchen.
  2. Über signierte E-mails: Signierte E-mails sind keine verschlüsselten E-mails. Wenn eine E-mail signiert wurde, so bedeutet dies, dass sie mit meinem öffentlichen Schlüssel ausgestattet ist. Der Empfänger kann also, sobald er eine signierte Mail von mir erhalten hat, mit einer verschlüsselten Nachricht antworten.
    Praktisch unter OS X: Wenn das Mail Programm eine signierte Nachricht erkennt, wird der SChlüssel direkt in den eigenen Schlüsselbund importiert. Der Mail selber sieht man nicht direkt an, ob sie signiert worden ist oder nicht.
    (Ich selber signiere seit mehr als einem Jahr alle meine Mails. Auf diese Weise sorge ich dafür, dass möglichst viele meinen öffentlichen Schlüssel haben, und zumindest von meiner Seite damit die Möglichkeit zur Verschlüsselung gegeben ist.)

Für E-mails haben sich zwei Verschlüsselungsverfahren durchgesetzt: PGP und S/MIME.
(Beide Verfahren funktionieren grundsätzlich unabhängig vom Betriebssystem, also egal ob Windows, Mac, Android, iOS, Linux, Unix… etc.)

Installation von PGP bzw. GPG

GPG (GNU Privacy Guard) eine OpenSource Umsetzung für PGP.

So bekommt man GPG auf den Mac.

  1. Man lädt sich die GPG Suite auf seinen Rechner und installiert das entsprechende Programm. Es werden unterschiedliche Tools installiert.
  2. Unter anderem ist die App „GPG Keychain“ installiert worden, in der man die privaten und die öffentlichen Schlüssel seiner Bekannten sammeln kann. Diese App wird nun geöffnet und man kann dann getrost der guten Anleitung von GPG folgen:
    Die ersten Schritte zur verschlüsselten Mail.

Installation von S/MIME

Bei S/MIME ist es etwas komplizierter, dafür kann die Verschlüsselung nicht nur auf dem Mac, sondern auch auf dem iPhone einfach eingebunden werden, sodass man ohne Probleme unterwegs verschlüsselte Mails versenden und erhalten kann. Daher lohnt sich der Aufwand.

Im Folgenden möchte ich kurz erklären, wie man sich einen Schlüssel anlegt und ihn auf dem Mac und dem iPhone installiert.

Einen Schlüssel besorgen

Es gibt verschiedene Anbieter, die E-Mail Zertifikate anbieten. Ich schlage der Einfachheit halber comodo.com, wo man kostenlose Zertifikate (Schlüssel) beantragen kann, die für 1 Jahr gültig sind.

Auf der Seite wählt man das „Free Mail Certificate“ aus und trägt seine Daten ein. Im Anschluss daran bekommt man – mit ein wenig zeitlicher Verzögerung – eine Mail zugeschickt, in der sich der Link befindet, um das Zertifikat (den Schlüssel) zu laden.

Bildschirmfoto 2016-01-09 um 19.39.18

Klickt man auf den Link, wird ein Dokument mit dem Namen CollectCCC.p7s geladen. Darin befinden sich die Schlüssel.

Den Schlüssel auf den Mac importieren

Mit einem Doppelklick auf das Zertifikat öffnet sich die App „Schlüsselbundverwaltung“. Man wird gefragt, an welchen Schlüsselbund man seinen neuen Schlüssel stecken möchte. Wir wählen „Anmeldung“ aus, den Schlüsselbund, den der Mac für die ganzen anderen Schlüssel verwendet, die wir auf dem Mac (meist unwissentlich) verwenden.

Der neue Schlüssel ist nun über den Punkt „Meine Zertifkate“ in der Seitenleiste zu finden.

Bildschirmfoto 2016-01-09 um 19.53.39 Das Zertifikat hat den Namen der E-mail Adresse und ist installiert. Wenn man möchte, kann man nun seine erste signierte Mail schreiben.

Bitte die Datei CollectCCC.p7s jetzt löschen.

Den Schlüssel auf das iPhone übertragen

Um den Schlüssel aufs iPhone zu bekommen, muss der Schlüssel zuerst exportiert werden. Dazu wählt man den Schlüssel aus und klickt im Menu „Ablage“ → auf „Objekte exportieren“.

Das Dateiformat sollte „.p12“ sein, der Name spielt keine Rolle, ist aber wahrscheinlich „Zertifikat“.
Man speichert die Datei Zertifikate.p12 und vergibt dabei ein Passwort.

Wichtig: In dieser Datei steckt der öffentliche und der private Schlüssel. Daher ist ein sicheres Passwort sinnvoll! Wir brauchen dieses Passwort nur 1x, wenn wir den Schlüssel auf dem iPhone installieren. Das Passwort darf also ruhig komplex sein…

Nachdem man das Passwort vergegen hat, wird man nach dem Benutzerpasswort des Rechners gefragt, da der Schlüssel exportiert wird. Den Zugriff sollte man „Erlauben“.

Die Datei Zertifikate.p12 muss nun auf das iPhone (oder iPad). Man kann es sich per Dropbox oder Mail zuschicken, allerdings geht dabei auch der Schlüssel quer um den Globus. Einfacher, schneller und sicherer ist daher der Weg über AirDrop.

Auf beiden Geräten (Mac und iPhone) startet man AirDrop und kopiert das Zertifikat auf das iPhone. Dort steht der Installation nur ein kleiner Passwort und Entsperr-Code Marathon bevor. Aber danach ist das Zertifikat auch auf iPhone aktiviert. Prima!

Bitte die Datei Zertifikate.p12 jetzt löschen.

Die installierten Zertifikate auf dem iPhone findet man hier: „Einstellungen“ → „Allgemein“ → „Profile“.

Viel Spaß beim Verschlüsseln! 🙂 Gerne stehe ich für einen Testlauf zur Verfügung.

Tipps

  1. Bildschirmfoto 2016-01-09 um 20.14.46In der Mail.app kann man hier (grüner Pfeil) einstellen, ob eine Mail signiert ist oder man sogar verschlüsseln kann (nur, wenn man den öffentlichen Schlüssel des Empfängers hat).
  2. Wenn man beide Verschlüsselungstechniken installiert hat, kann man auswählen, welche Verschlüsselung man verwenden möchte (gelber Pfeil).

Update: → Verschlüsselte Mails auf dem iPhone

PLE 2015

Auf Twitter kam vor ein paar Tagen die Diskussion um digitale Lern-Werkzeuge auf, die mich daran erinnert hat, dass ich eigentlich schon seit Längerem etwas zum PLE schreiben möchte. Tu ich dann mal: 

PLE, das ist ein „Personal Learning Environment“, eine Mischung aus Lernwerkzeugen und Orten. Vielleicht kann man ein PLE auch als eine Art Landkarte digitaler Werkzeuge bezeichnen, in der  Quellen und Wege der eigenen Lernprozesse festgehalten werden.

Da fast alles, was ich täglich tue, einen Mikro-Lernanlass in sich trägt, stellt sich die Frage: Was ist denn ein „Nicht-Lernprozess“? Was gehört nicht in ein PLE?

Um hier durch Reduktion eine Übersicht zu erhalten, soll bei der Formulierung des PLE zwangsweise heftig periodisiert werden: Was sind wesentliche, nicht verzichtbare Bestandteiles meines täglichen Lern-Arbeits-Prozesses und wie spielen diese „Bestandteile“ zusammen?

Ein schönes Beispiel für ein PLE stammt von Guido Brombach

Von Lisa Rosa stammt dieser Blogbeitrag eines Vortrages von der re-publica 2013, bei dem es ebenfalls um das persönliche Lern-Netzwerk geht:
„Lernen Lernen lernen mit dem persönlichen Lernnetzwerk. Wie im digitalen Zeitalter eigensinnig und gemeinsam gelernt wird“

PLE 2015

PLE

Eingang

  • Fever → Mein RSS Nachrichten Aggregator. Artikel, die lesenswert sind, kommen in → Instapaper.
  • News → Tagesaktuelle Nachrichten neben Fever über einschlägige Portale. Besonders lesenswertes wird in Instapaper gespeichert.
  • Podcast konsumieren → Diverse. Podcast hören ersetzt bei mir das Radio. Da gibt es konzentriertes Zuhören ebenso wie beiläufige Unterhaltung. Gut zum Putzen oder Joggen.
  • Mail → Habe nur zwei Mailboxen: Privat & Schule. Und die sollten regelmäßig leer sein (Inbox zero). Daher ist Mail wirklich nur ein „Eingangskorb“ bzw. „Ausgangskorb“.
  • MailTags → Mails nach Projekten sortieren oder Wiedervorlagen notieren? Geht mit MailTags. Leider noch (?) nicht auf dem iOS Gerät – aber hervorragend auf dem Mac.
  • Konferenzen → Die sind nicht nur Arbeit, sondern halten eigentlich immer Lern-Anlässe bereit – gerade an einer Schule im Aufbau.
  • Kindle → Damit lese ich. Seit ich den Kindle vor ein paar Jahren bekommen habe, lese ich mehr. Inzwischen ersetzt das iPhone immer häufiger das Kindle. Ist halt immer dabei und geht auch Abends im Bett.

Verarbeiten

  • MailTags → siehe oben
  • OmniFocus → Meine universelle ToDo Liste, die auch Erinnerungen bereithält oder Projektverläufe plant. Ohne OmniFocus keine strukturierte Arbeit. Gelegentlich hat sich in der letzten Zeit auch noch OmniPlan dazu gesellt.
  • Instapaper ist mein Sammelbecken für Artikel und Videos → siehe unten.

Kollaborieren

  • GoogleDocs → eher selten.
  • Etherpad Lite → immer seltener, aber kommt vor.
  • iMessage → Ersetzt für die schnellen Absprachen Mail.
  • Konferenzen → siehe oben

Dokumentieren

  • Evernote → Mein Aktenschrank und Schreibtisch. Hier notiere ich Ideen, skizziere Projekte und dokumentiere Veranstaltungen. Gerade in den letzten Monaten hat es sich für mich bewährt, als ich Schulleitungsaufgaben übernommen habe. Das Vergeben von Stichworten und die Ordnerstruktur bieten verlässliche Möglichkeiten, die Arbeitsprozesse im Blick zu behalten und dafür zu sorgen, auf dem aktuellen Stand zu sein.
  • Pages → Schreibprogramm der Wahl. Gerne greife ich auf die alte Version zurück, die auch noch Serienbriefe kann.
    [Apple?! Wann wird das endlich wieder implementiert?]
  • iA Writer → zum Schreiben von Texten. Langweilig. Ablenkungsfrei. Gut.

Vernetzen

  • Instapaper → Hier landet alles, was lesenswert ist. Mein Archiv für Artikel und damit auch Ausgangspunkt für Recherchen. Früher® habe ich die Artikel richtig in Ordner sortiert. Heute kommen sie mehrheitlich ins „Archiv“ und werden mit einem „Like“ versehen, wenn sie besonders gut sind oder ich sie nochmal besprechen möchte. Über die Jahre ist da eine stattliche Sammlung raus geworden. Gut, dass das nicht alles Papier ist.
  • Blog → Der hier… Leider, und das meine ich ganz ernst, wird hier viel zu wenig geschrieben. Wahrscheinlich liegt das auch daran, dass ich mit dem Podcasten viele Themen schon so aufgreife, dass ich meine, sie hier nicht nochmal wiedergeben zu müssen… Ob das stimmt?
  • Podcast produzieren → Mit @gibro mache ich regelmäßig einen Podcast zum Thema „Bildung-Zukunft-Technik“. Wenn es hier ruhiger geworden ist, wirds dafür dort quirliger.
  • Twitter → Trotz der ganzen Werbung ist es immer noch mein liebster SocialMedia-Kanal. Mal mehr, mal weniger wird dort gelesen und geschrieben.
    Mit Facebook werde ich nicht mehr warm (ist ja eh ein anderes Internet).

In der Grafik habe ich die Pfeile nach Bedeutung unterschiedlich dick notiert. Dabei wurden mir drei Dinge deutlich:

  1. Mail ist immer noch ein zentrales Hub für das digitale Lernen und Arbeiten. Es wird flankiert von OmniFocus und Evernote, ist aber Voraussetzung für die meisten Tätigkeiten. Wird es dafür mal eine vernünftige Alternative geben?
  2. Das Instapaper wichtig ist, dachte ich mir. Dass es eine so zentrale Position einnimmt, überraschte dann doch. Hoffentlich bleibt uns der Dienst noch lange erhalten – ich zahle auch schon lange gerne dafür.
  3. In der Mitte der Grafik lässt sich eine Mauer ziehen… Woran liegt das? Warum lassen sich hier die beiden Bereiche „Vernetzen“ und „Kollaborieren“ so trennen?
    Das Ergebnis war so keine Absicht und ich bin mir noch nicht sicher, wie ich das interpretieren soll.

Zeitungen und Zeitschriften auf Papier spielen keine Rolle mehr. Ebenso wie das „Echtzeit“-Fernsehen.