Fever° und OpenID

Der Neustart hier bedeutete auch einige Anpassungen. Dank eines hervorragendes Wikis der ubernauten und ein wenig Basiswissen im Umgang mit dem Terminal ging es aber alles ganz gut über die Bühne.

Als Dienste habe ich aktuell Fever° und eine OpenID Instanz laufen.


Fever°

fever-fluid

Der Umzug von der alten Domain lief eigentlich ganz gut. MySQL DB exportiert, in die neue Datenbank importiert und dann die Dateien von feedafever.com auf den Server geladen und entpackt.

Die alte Instanz gelöscht und auf http://feedafever.com die Lizenz auf die neue Domain transferriert.

Im Anschluss Fever auf der neuen Domain gestartet (xyz.domain.tld/boot.php), die neuen Daten für die Datenbank und den Authentifizierungscode eingetragen,

fertig.


OpenID
… aber zuerst: let’s encrypt

Um OpenID über eine gesicherte Verbindung aufzurufen, brauchen wir zuerst ein Zertifikat für die eigene Domain. Von Haus aus ist bei den ubernauten nur interne Name (irgendwas.libra.uberspace.de) mit einem Zertifikat abgedeckt. Für die eigene Domain greift man zum Beispiel auf let’s encrypt zurück. Ich ignoriere hier, dass es durchaus kritische Stimmen dazu  gibt, finde die Initiative, freie Zertifikate nutzen zu können, aber an sich sehr gut und lobenswert.

Hintergrund:
https://blog.uberspace.de/lets-encrypt-rollt-an/

Anleitung:
https://wiki.uberspace.de/webserver:https#nutzung_von_let_s-encrypt-zertifikaten

Um die Cent-OS Version des uberspaces zu erfahren (geht alles erst ab CentOS-6), übers Terminal einloggen (am Besten mit SSH Key :)) und das hier eintippen:

cat /etc/redhat-release

Vor dem Konfigurieren von let’s encrypt am Besten bereits die subdomain für den OpenID Dienst anlegen, damit die Zertifikate dafür direkt mit erstellt werden. Achja: Und die subdomain – sofern man keine *wildcard für seine Domain erstellt hat – auch noch richtig verbinden.

Wenn let’s encrypt läuft, gehts mit der OpenID weiter.

OpenID

Anleitung:
https://marvindickhaus.de/2014/04/simpleid-openid-auf-deinem-uberspace/

openid_big_logo_textBei mir lief es nicht auf Anhieb… Ich wollte eigentlich alles in einem Verzeichnis unter der Subdomain installieren – was aber nicht ohne Weiteres ging. Muss auch nicht sein.
Aber auch streng nach der obigen (oder nach dieser)  Anleitung wollte es nicht so richtig. Das roch danach, ein frustiger Ausflug in die Welten der OpenID zu werden…

Am Ende war es die .htaccess Datei, die zu viel an den URLs manipuliert hat. Als ich dann irgendwann  # RewriteBase / nicht mehr auskommentiert habe, sondern es gelassen habe,  wie es in der Vorlage steht, lief es.

 

Hallo Welt!

Hallo,

hier kann ich also in Zukunft ein wenig  freier schreiben… Und falls Du Dich von edushift.de her kommend wunderst: Ein paar Artikel habe ich mit umgezogen, da sie eigentlich schon in den letzten Monaten nicht mehr passend auf dem „alten“ Blog waren.

EduShift hat mir durch die starke thematische Fokussierung auf den „Leitmedienwechsel“ und alles, was damit so zusammenhängt, in den letzten Monaten oft die Lust genommen, einfach mal zu schreiben, was man eigentlich in einem Blog tun sollte. In einem persönlichen.

Was ist mit Eindrücken aus der Holz-Werkstatt? Oder Skripten für Evernote und OmniFocus? Hat doch eigentlich nur im weitesten Sinne mit „shifting education“ zu tun… und findet jetzt hier seinen Platz.

Vielleicht sehe ich den ein oder anderen ja weiterhin hin. Würde mich freuen. 🙂

Bis dahin: Einen guten Übergang in 2016!

PLE 2015

Auf Twitter kam vor ein paar Tagen die Diskussion um digitale Lern-Werkzeuge auf, die mich daran erinnert hat, dass ich eigentlich schon seit Längerem etwas zum PLE schreiben möchte. Tu ich dann mal: 

PLE, das ist ein „Personal Learning Environment“, eine Mischung aus Lernwerkzeugen und Orten. Vielleicht kann man ein PLE auch als eine Art Landkarte digitaler Werkzeuge bezeichnen, in der  Quellen und Wege der eigenen Lernprozesse festgehalten werden.

Da fast alles, was ich täglich tue, einen Mikro-Lernanlass in sich trägt, stellt sich die Frage: Was ist denn ein „Nicht-Lernprozess“? Was gehört nicht in ein PLE?

Um hier durch Reduktion eine Übersicht zu erhalten, soll bei der Formulierung des PLE zwangsweise heftig periodisiert werden: Was sind wesentliche, nicht verzichtbare Bestandteiles meines täglichen Lern-Arbeits-Prozesses und wie spielen diese „Bestandteile“ zusammen?

Ein schönes Beispiel für ein PLE stammt von Guido Brombach

Von Lisa Rosa stammt dieser Blogbeitrag eines Vortrages von der re-publica 2013, bei dem es ebenfalls um das persönliche Lern-Netzwerk geht:
„Lernen Lernen lernen mit dem persönlichen Lernnetzwerk. Wie im digitalen Zeitalter eigensinnig und gemeinsam gelernt wird“

PLE 2015

PLE

Eingang

  • Fever → Mein RSS Nachrichten Aggregator. Artikel, die lesenswert sind, kommen in → Instapaper.
  • News → Tagesaktuelle Nachrichten neben Fever über einschlägige Portale. Besonders lesenswertes wird in Instapaper gespeichert.
  • Podcast konsumieren → Diverse. Podcast hören ersetzt bei mir das Radio. Da gibt es konzentriertes Zuhören ebenso wie beiläufige Unterhaltung. Gut zum Putzen oder Joggen.
  • Mail → Habe nur zwei Mailboxen: Privat & Schule. Und die sollten regelmäßig leer sein (Inbox zero). Daher ist Mail wirklich nur ein „Eingangskorb“ bzw. „Ausgangskorb“.
  • MailTags → Mails nach Projekten sortieren oder Wiedervorlagen notieren? Geht mit MailTags. Leider noch (?) nicht auf dem iOS Gerät – aber hervorragend auf dem Mac.
  • Konferenzen → Die sind nicht nur Arbeit, sondern halten eigentlich immer Lern-Anlässe bereit – gerade an einer Schule im Aufbau.
  • Kindle → Damit lese ich. Seit ich den Kindle vor ein paar Jahren bekommen habe, lese ich mehr. Inzwischen ersetzt das iPhone immer häufiger das Kindle. Ist halt immer dabei und geht auch Abends im Bett.

Verarbeiten

  • MailTags → siehe oben
  • OmniFocus → Meine universelle ToDo Liste, die auch Erinnerungen bereithält oder Projektverläufe plant. Ohne OmniFocus keine strukturierte Arbeit. Gelegentlich hat sich in der letzten Zeit auch noch OmniPlan dazu gesellt.
  • Instapaper ist mein Sammelbecken für Artikel und Videos → siehe unten.

Kollaborieren

  • GoogleDocs → eher selten.
  • Etherpad Lite → immer seltener, aber kommt vor.
  • iMessage → Ersetzt für die schnellen Absprachen Mail.
  • Konferenzen → siehe oben

Dokumentieren

  • Evernote → Mein Aktenschrank und Schreibtisch. Hier notiere ich Ideen, skizziere Projekte und dokumentiere Veranstaltungen. Gerade in den letzten Monaten hat es sich für mich bewährt, als ich Schulleitungsaufgaben übernommen habe. Das Vergeben von Stichworten und die Ordnerstruktur bieten verlässliche Möglichkeiten, die Arbeitsprozesse im Blick zu behalten und dafür zu sorgen, auf dem aktuellen Stand zu sein.
  • Pages → Schreibprogramm der Wahl. Gerne greife ich auf die alte Version zurück, die auch noch Serienbriefe kann.
    [Apple?! Wann wird das endlich wieder implementiert?]
  • iA Writer → zum Schreiben von Texten. Langweilig. Ablenkungsfrei. Gut.

Vernetzen

  • Instapaper → Hier landet alles, was lesenswert ist. Mein Archiv für Artikel und damit auch Ausgangspunkt für Recherchen. Früher® habe ich die Artikel richtig in Ordner sortiert. Heute kommen sie mehrheitlich ins „Archiv“ und werden mit einem „Like“ versehen, wenn sie besonders gut sind oder ich sie nochmal besprechen möchte. Über die Jahre ist da eine stattliche Sammlung raus geworden. Gut, dass das nicht alles Papier ist.
  • Blog → Der hier… Leider, und das meine ich ganz ernst, wird hier viel zu wenig geschrieben. Wahrscheinlich liegt das auch daran, dass ich mit dem Podcasten viele Themen schon so aufgreife, dass ich meine, sie hier nicht nochmal wiedergeben zu müssen… Ob das stimmt?
  • Podcast produzieren → Mit @gibro mache ich regelmäßig einen Podcast zum Thema „Bildung-Zukunft-Technik“. Wenn es hier ruhiger geworden ist, wirds dafür dort quirliger.
  • Twitter → Trotz der ganzen Werbung ist es immer noch mein liebster SocialMedia-Kanal. Mal mehr, mal weniger wird dort gelesen und geschrieben.
    Mit Facebook werde ich nicht mehr warm (ist ja eh ein anderes Internet).

In der Grafik habe ich die Pfeile nach Bedeutung unterschiedlich dick notiert. Dabei wurden mir drei Dinge deutlich:

  1. Mail ist immer noch ein zentrales Hub für das digitale Lernen und Arbeiten. Es wird flankiert von OmniFocus und Evernote, ist aber Voraussetzung für die meisten Tätigkeiten. Wird es dafür mal eine vernünftige Alternative geben?
  2. Das Instapaper wichtig ist, dachte ich mir. Dass es eine so zentrale Position einnimmt, überraschte dann doch. Hoffentlich bleibt uns der Dienst noch lange erhalten – ich zahle auch schon lange gerne dafür.
  3. In der Mitte der Grafik lässt sich eine Mauer ziehen… Woran liegt das? Warum lassen sich hier die beiden Bereiche „Vernetzen“ und „Kollaborieren“ so trennen?
    Das Ergebnis war so keine Absicht und ich bin mir noch nicht sicher, wie ich das interpretieren soll.

Zeitungen und Zeitschriften auf Papier spielen keine Rolle mehr. Ebenso wie das „Echtzeit“-Fernsehen.

BarCamp als Teil der Schulentwicklung

Zum zweiten Mal in der jungen Schul-Geschichte meiner neuen Schule (GE Nord) habe ich an diesem Wochenende ein BarCamp zur Schulentwicklung durchgeführt – unter dem Namen „PlanBar 2015“.

Der erste Durchlauf war so gut, dass wir als Schulgemeinschaft noch bis heute von den damaligen Ergebnissen zehren: Der Input für die Ganztagsangebote sowie für die Curriculumsentwicklung wurden größtenteils 1:1 aufgenommen. Eine Dokumentation der PlanBar 2013 gibt es hier.

Neben den inhaltlichen Aspekten war aber ein Aspekt im Rückblick wahrscheinlich noch wichtiger: Das Gemeinschaftserlebnis. Schüler, Lehrer, Freunde der Schule – alle haben gemeinsam an Themen des eigenen Interesses gearbeitet, sich ausgetauscht und Pläne für die Zukunft geschmiedet. Ich kenne kein anderes Format, dass dieses Erlebnis immer wieder in so einer beiläufigen Selbstverständlichkeit hinbekommt wie ein BarCamp.

Sicherlich – man muss sich auf das Format einlassen. Und das bedeutet nicht nur organisatorische Vorbereitung, sondern auch Kontrollverlust. Denn die Themen – auch bei einem BarCamp an einer Schule – setzen die Teilnehmer_innen (ähm: Teilgeber_innen).
Das Ergebnis eines solchen Tages ist aber immer ein Ergebnis von motivierten Menschen, die sich freuen, dass sie andere Menschen getroffen haben, die ähnliche Gedanken haben und gemeinsam etwas verändern wollen.
Wer ein BarCamp verlässt tut dies immer mit einem guten Gefühl. Und das ist viel Wert.

2015-09-19_Planbar

Für die Schulentwicklung ist ein BarCamp daher eine dankbare Veranstaltung. Luft ablassen, Input geben, Input erhalten, Neues entwicklen, ins Gespräch kommen. Einfach gemeinsam Dinge durchdenken. Man lernt so nicht nur die Eltern/Lehrer „neu“ kennen, sondern kann auch sich selber wieder ein wenig finden – fernab des Alltagsstresses, der oft geprägt ist von der Normativität des Faktischen

Was braucht man für so ein BarCamp? Eigentlich recht wenig: ein paar Räume, einen größeren Raum zum Starten (Mensa, Aula?), FlipCharts, Stifte, WLAN, Beamer, WhiteBoard für die Sessionplanung, Raumnamen, Getränke, Kekse reichen aus. Und sicherlich nicht schlecht ist es, jemanden dabei zu haben, der das schonmal gemacht hat und die Veranstaltung vorbereitet, die Einführung macht und die Dokumentation im Auge behält. 🙂

Ich kann nur jede Schule oder Bildungseinrichtung ermutigen, den Schritt zu wagen. Die Ergebnisse werden überraschen und mit Garantie einen Impuls für die Schulentwicklung geben.