iPad Verwaltung mit OS X Server

Eine Anleitung.

Die Verwaltung von iPads in der Schule stellt oft eine Herausforderung dar, die dem Einsatz im Unterricht den Weg versperrt. Fachbegriffe wie MDM, VPP und AC2 tummeln sich in den Anleitungen und machen den Einstieg schwer.

Natürlich kann man die technischen Begrifflichkeiten nicht gänzlich verhindern. Sie gehören dazu. Aber wenn man einmal in die Materie eingestiegen ist, gestaltet sich die Verwaltung der iPads in der Schule so viel einfacher, dass sich dieser „kleine“ Aufwand auf jeden Fall lohn.

Erleichternd wäre es, wenn man eine Schritt-für-Schritt hätte, wie man einen normalen Mac Mini so einrichtet, dass er als MDM für die Verwaltung der iPads dienen kann.

Dachten wir uns. Zusammen mit Daniel Spittank habe ich mich dann hingesetzt und eine Anleitung geschrieben.

  1. Die Installation des Servers mit „OS X Server“ und dem MDM „Profile Manager“ und
  2. die Vorbereitung der iPads mit dem „Apple Configurator 2“ für die Verwendung am MDM.

Außerdem gibt es noch eine Mini Anleitung zum Anlegen eines VPP Account.

Fragen? Unklarheiten? Hinweise? Gerne in die Kommentare – ich werde versuchen, die Anleitungen entsprechend zu aktualisieren.

Übersicht

Installation von OS X Server (Update 24.02.2017)
Apple Configurator 2  (Update 24.02.2017)
VPP Account anlegen

12 Gedanken zu „iPad Verwaltung mit OS X Server“

  1. Hallo!
    Ich möchte ein Kompliment aussprechen und Danke sagen für die detaillierte und praxistaugliche Beschreibung zur Einrichtung des Servers, Profilmanager und des configurators.
    Ich bin Lehrer an einer Grundschule und für den it Bereich zuständig. Mittlerweile nutzen wir 30 iPads, da stellte sich natürlich die Frage nach einer effizienten Lösung zur Betreuung der Geräte.
    Sehr viel Vorkenntnisse hatte ich nicht, alles musste ich mir selbst aneignen. Die Apple Hilfen waren bei weitem nicht so brauchbar wie ihr Text und auch bei youtube kam ich nicht wirklich weiter.
    Dank ihrer Hinweise habe ich den Server eingerichtet und erste vielversprechende Versuche machen können. Es funktioniert jedoch noch nicht alles.
    Wie stehen Sie zu der App Classroom ? Lohnt sich das Einarbeiten auch in dieses Thema ? Haben Sie auch noch detaillierte Tipps zur praktischen Arbeit mit dem Profilmanager ?
    Er grüßt, Johannes Lorenz

  2. Hallo,

    erstmal vielen Dank für das positive Feedback. Ich freue mich, wenn es geholfen hat 🙂

    Zu den Fragen:

    Apple School Manager:
    Ich selber finde die Entwicklung ausgesprochen positiv und freue mich, dass Apple sich dahin bewegt. Allerdings setze ich den School Manager noch nicht ein und empfehle ihn auch nicht direkt, da es sich um ein relativ „frisches“ Produkt handelt und ich für die Schulen gerne „abgehangene“ Lösungen bevorzuge, um die unvorhersehbaren Probleme zu minimieren 🙂 Wenn Sie also Spass gefunden haben: Probieren Sie den School Manager aus! Wenn es erstmal alles laufen soll, bleiben Sie beim Profile Manager.

    Zum Profile Manager habe ich schon seit einiger Zeit auf meiner „Wunsch-Liste“, eine kleine Anleitung für die Verwendung der Profile zu schreiben. Bin ich bisher nicht zu gekommen. Mal sehen, wann ich das schaffe.

    Herzliche Grüße!

  3. Lieber Kollege Schaumburg,
    ich habe vor einigen Tagen die Apple Fobi zu „iOS im Bildungssystem“ besucht und dabei den Apple School Manager und auch den Profile Manager kennen gelernt. Bis zu dieser Veranstaltung ging ich davon aus, dass wir für unsere Schule ein professionelles MDM – sprich rund 1000 EUR jährlich – kaufen müssen.
    Der Händler meines Vertrauens (der natürlich etwas verkaufen will) schreibt nun zu meinen Überlegungen in Sachen Profile Manager:
    „Der Apple Profilemanager hat folgende „Probleme“, die auch von Apple so bestätigt werden:
    – gut geeignet für einen „proof-of-concept“ Lösung, nicht aber für den Produktivbetrieb
    – für einen Test geeignet – keine Möglichkeit der Skalierung
    – nicht redundant
    – nicht für grosse Rollouts geeignet
    – keine stabile Lösung
    – Probleme oft bei Systemupdate mit der Benutzerverwaltung (Open Directory)
    – keine sinnvolle Backupstrategie
    Nich ohne Grund wird diese Lösung von Apple ebenfalls NICHT empfohlen, wie Sie auf der Seite http://www.apple.com/de/education/it/ sehen können. Hier tauchen 9 Lösungen auf, nicht aber der Apple-eigene Profile Manager.“

    In meinem Fall ist die Rede von 1 Klasse, sprich 35 Geräten – vielleicht kommt 1 Jahr später eine weitere Klasse hinzu.

    Können Sie oder jemand anderes, der den Profile Manager kennt/ausprobiert hat/nutzt etwas zu dieser Problematik sagen? Sollte ich die Finger davon lassen? Oder ist die kostenlose Variante einen Versuch wert?
    Ich würde den ProfileManager auf einem Mac mini einsetzen, der als Caching-Server vorgesehen ist.

    Danke für alle Meinungen/Tipps.

    1. Wir nutzen den ProfileManager an einer Schule für +150 Geräte. Es funktioniert.

      Für 35 Geräte sehe ich daher auch keine Probleme.

      1. Danke für die schnelle Reaktion.
        Wer wartet bzw. administriert die Anlage? „Profi“ oder „Halbprofi“=Lehrer :-)?

        und: Auf welcher Maschine betreibt ihr den ProfileManager? Habt ihr ebenfalls einen Caching Server?

        1. Halb-Profi = Lehrer_innen bedienen den ProfileManager. Bei der Installation gibt es ggf Hilfe vom Medienzentrum.

          Läuft alles auf einem Mac Mini. Caching und ProfileManager. Ideal wäre einer mit SSD oder wenigstens FusionDrive 🙂

          1. Können Sie eine Empfehlung für RAM und Größe der SSD/Fusion geben? Was läuft bei Ihnen?
            Ich vermute die CPU spielt eine völlig untergeordnete Rolle.

          2. Mehr hilft immer mehr. 😉 Wichtiger als die CPU ist die SSD. Je mehr SSD desto besser. RAM würde ich ebenfalls gut portionieren. Da man bis 16 GB bestellen kann, würde ich die auch nehmen.

            Bei der SSD muss man abwägen. FusionDrive ist sicherlich i.O. Der reine Flash-Speicher ist nicht ganz billig und nur mit 256 GB zu haben. Reicht für kleinere Installationen, aber ist nicht sehr komfortabel.

          3. Danke, so hatte ich mir das schon gedacht. Der „ganz große“ Mac mini bietet sogar 1 TB SSD – dann reden wir aber auch über einen Preis jenseits der 2000er Marke… – also alles andere als „mini“.

            Noch eine Frage zum Backup. Gibt es keine Möglichkeit den Server bzw. den ProfileManager zu sichern? D.h. Sie lassen den Server „einfach so“ laufen – und würden ggfs. alles neu aufsetzen? Würde das bedeuten, dass im Fall des Falles alles neu aufgesetzt und auch alle iPads neu installiert werden müssten? Oder: Was wäre der worst case?

          4. Ja, das kleine Modell reicht…

            Zum Backup: Es empfiehlt sich (immer) ein Backup zu machen.
            Ein TimeMaschine Backup auf ein Netzwerklaufwerk würde ich empfehlen. Dann kann man den Server im Zweifel zurücksetzen.

      2. Das wäre dann doch ein Backup.
        Beim Apple-Treff dieses Woche informierte man über eine „open database“ oder so ähnlich, die sich nicht sichern lassen würde – oder hab ich da was falsch verstanden?

        TimeMachine – wenn das geht, dann würde das für Schulzwecke immer genügen. Mit ein paar Stunden Nichtverfügbarkeit im Fall der Fälle könnten wir gut leben.
        Haben Sie das schon mal ausprobiert, dass das funktioniert? Oder wird diese Variante von Ihrem Medienzentrum empfohlen?

        1. Ein TM-Backup zurückspielen haben wir an der Schule schon erfolgreich durchgeführt.

          Open Database sagt mir gerade in diesem Kontext nichts.

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