EN: Dokumente zwischen Notizen verschieben

Dokumente zwischen Notizen hin und her zu kopieren war nicht einfach, geht jetzt aber.

Ein Hindernis bei der Nutzung von Evernote auf den mobilen Geräten war für mich immer, dass man Dateien, die einer Notiz hinzugefügt worden sind (PDF, Word, was auch immer) nicht so einfach wie am Desktop hin- und her kopieren konnte.

Am Desktop kann man Text und Datei auswählen, kopieren und in einer anderen Notiz hinzufügen. Auf dem iOS Gerät geht dabei die Datei verloren; nur der Text wird eingesetzt.

Das nervte mich immer.

Geholfen habe ich mir bisher, indem ich auf Programme wie MengeEver2 oder EverCrane zurückgegriffen habe. Damit konnte man Dateien kopieren bzw. auch mobil Notizen (mit Anhängen) zusammenfügen.

Mit einem der letzten Updates (?) der mobilen App wurde die Dokumentenauswahl hinzugefügt. Darüber kann man nun Dokumente aus der iCloud oder der Dropbox in Evernote hinzufügen.

Und damit endlich auch Dateien zwischen Notizen hin- und her kopieren. Denn wenn ich eine Datei öffne, kann ich sie über das Sharing-Menu auf einen der Cloud-Speicher laden und in einer anderen Notiz über den Cloud-Speicher wieder importieren.

Vielleicht für einige altes Eisen – ich hab´s erst vor kürzlich entdeckt und war erleichtert :).

Schule wird digital

Die Frage des Digitalen im Zusammenhang mit dem Konzept „Schule“ steht mal wieder in der Diskussion. Die Fördermittel zur Aufwertung der digitalen Infrastruktur haben die alten Kritiker auf den Plan gerufen. Wir finden in den Zeitschriften on- wie offline ihre Erörterungen, ob digitale Schulen gut seien oder nicht. Dies ist oft ein Gespräch mit therapeutischem Charakter für jene, deren Reputation und Erfahrungswelt noch in einer papiernen Welt liegen und die mit „dem Internet“ auch noch nicht warm geworden sind.

Dabei verkennt die Diskussion, dass die Digitalisierung kein isoliertes Phänomen ist, das als Hype an der Schule vorbei ziehen könnte. Mit der Digitalisierung ist ein neues dominantes Leitmedium aufgezogen, das die meisten (alle) gesellschaftlichen Prozesse umwälzen, verändern wird. So wie das gedruckte Buch die Renaissance und Industrialisierung vorbereitete, so liegen im digitalen Medium die Antworten versteckt, die uns die globalisierte Welt mit globalisierten Problemen stellt.

Daher stellt sich die Frage nach der Digitalisierung der Schule nicht. Sie wird kommen. Die Frage ist nur, wie.

Zur Schule

Schule ist ein Produkt der Buchkultur. Sie ist eng mit den gesellschaftlichen Entwicklungen verbunden, die mit der Erfindung des Buchdrucks einhergingen. Ich werde dies hier jetzt nicht ausführen, sondern verweise auf den obigen und diesen Artikel.

Wichtig ist festzuhalten, dass ohne das Buch und seine „massenhafte“ Reproduktionsmöglichkeit wahrscheinlich keine Notwendigkeit bestanden hätte, eine verbindliche, einheitliche Schule zu gründen, die das Lesen und Schreiben lehrt und zu einer annähernd ähnliche Interpretation der Inhalte in den gesellschaftlichen Diskussionen führt. Schule spielt in diesem Zusammenhang nicht nur für die Aufklärung eine entscheidende Rolle, sondern ist auch eine Grundlage für demokratische, partizipative Gesellschaften, in denen alle Menschen befähigt sein sollen, an den öffentlichen Diskursen teilzunehmen.

Schule in einer Gesellschaft zu entwickeln, in der das Buch eine dominante Rolle für den Wissenstransfer spielt, führt zwangsweise dazu, dass das Buch eine elementare Rolle in der Schule einnimmt. Schulbücher und Schulbibliotheken sind ein Kennzeichen dieser Entwicklung. Und da Bücher trotz aller Verbreitung ein knappes und teures Gut waren, wird in ihnen gemeinsam gearbeitet und gelesen werden – wodurch die Struktur von „Klassen“ und „Jahrgangsstufen“ bedingt ist.

Lernen ist heute aber nicht mehr an die Verfügbarkeit eines Buches gebunden. Mit einem Smartphone in der Hosentasche steht einem die größte Bibliothek der Welt zur Verfügung: Das „Internet“. Was bedeutet das?

Wenn Schule eine Erfindung des Buchzeitalters ist, um für eine breite Verfügbarmachung von Wissen zu sorgen, dann müssen wir mit dem in diesen Belangen überlegenen Internet die Funktion von Schule in Frage stellen. Ich brauche heute keine Bibliothek mehr, um Texte zu lesen, Dinge zu lernen, Kontexte zu bilden.

Indonesisch lernen? Das Auto reparieren? Hemden falten? Rosen schneiden? Für alles finden sich „in der Hosentasche“ Tipps, Ratschläge, Hintergründe und Erklärungen.

„Früher“ konsultierte man bei Problemen seinen sozialen Bezugsraum oder eine Bibliothek. Beides war in vor-digitalen Zeiten effektiv und zielführend. Heute erscheint der soziale Raum viel zu limitierend für individuelle Probleme (wer hat schon für alle Fragen einen Fachmann im Bekanntenkreis?) und die Bibliothek zu aufwändig. Im Internet ist schnell und überall verfügbar. Unschlagbar – und eigentlich ein ideales Lern-Medium, oder?

Digitale Schule oder Digitalisierte Schule?

Die „Schule“ kann auf das digitale Leitmedium auf zwei Arten reagieren:

A. Digitalisierung als Add-on

Hier bleiben die bestehenden Strukturen erhalten: Klassen, Stufen, Abschlüsse, zentrale Vorgaben, Prüfungen, Meßbarkeit. Allerdings ergeben sich durch die digitalisierten Tools neue Möglichkeiten im Arbeiten und vor allem Messen.

→ Die Digitalisierung als Add-on macht Schule nicht anders, sondern vor allem effektiver.

B. Eine digitalisierte Schule

Mit dem Digitalen ergeben sich neue Möglichkeiten der Individualisierung, der Kommunikation, des Lernens an sich. Das Lernen wird offener, selbstverantwortlicher, riskanter. Es ist weniger kontrollierbar, eröffnet mehr eigene Wege und Lösungen und fördert insgesamt die „Kreativität“. Aber: man kann weniger quantifizieren, was heute ja ein wesentliches Element von Schulorganisation und -verwaltung ist.

→ Die Digitale Schule schafft neue Möglichkeiten, fordert aber auch eine gesellschaftliche Neudefinition.

Demnach geht A. mit der bisherigen Schule. Macht man ja auch schon so. B. erfordert dagegen ein neues Mindset und einen neuen Begriff von „Schule“. Ihre gesellschaftliche Funktion muss im Digitalen neu formuliert werden. Allein die Begründung über die generationale Wissensvermittlung bei gegebenen knappen Ressourcen (Bücher) reicht nicht mehr aus.

Damit ändert sich ein anderer wesentlicher Bestandteil: Das Rollenmodell „Lehrer“ wird fundamental in Frage gestellt, was in der Personalpolitik zu einer großen Herausforderung werden wird…

Georg Rückriem hat in dem Vorwort des Buches „Lernen und Lerntätigkeit“ folgendes treffend formuliert:

„[…]das bedeutet, dass die Informationsgesellschaft keine Lernkultur mehr hat, sondern eine Lernkultur ist: Sie ist eine Kultur des Lernens.“

Bei der Digitalisierung von Schule geht es also im Eigentlichen nicht nur um eine Digitalisierung bestehender Prozesse, sondern um einen Kulturwandel und damit eine Neudefinition vom gesellschaftlich-kulturellen Lernen in einem System, das wir „Schule“ nennen.

Sollte Schule also nur digitalisiert werden, kann es gefährlich für sie werden. Sie muss sich im Digitalen neu denken, um ihrer wichtigen gesellschaftlichen Aufgabe gerecht zu werden. Schule ist nämlich eine im eigentlichen Sinne ‘gute’ Antwort auf die Frage der generationalen Wissensvermittlung und zur Sicherung der gesellschaftliche Teilhabe. Sie ist als Konzept erhaltenswert!

Hinsichtlich der derzeitigen Fördermittel zum Aufbau der digitalen Infrastruktur kann man nur sagen: Machen! Wir brauchen digitale Infrastruktur überall im Land, also auch an der Schulen. Wo man da beginnt, ist im Grunde egal. Schulen machen aber was her.

Ob WLAN und Glasfaser dann zu einer besseren Schule führen? Das wird nicht über die Fördergelder entschieden, sondern ist eine gesellschaftliche Frage. Sicher ist aber, dass es ohne WLAN und Glasfaser in Zukunft nichts mehr wird mit dem „Bezug zur Lebenswelt“… Eine Schule ohne Internet wird an Bedeutung verlieren.

Kaffee und WLAN in Wuppertal…

Früher hat man sich gelegentlich in ein Café zurückgezogen, um zu arbeiten oder Dinge zu besprechen. Hab ich in den letzten Jahren allerdings weit weniger häufig gemacht und damit wohl die Entwicklung verpasst…

Die Anzahl der Kaffees, in denen man sich mal zurückziehen kann zum mal “woanders” arbeiten, ist stark zurück gegangen (Kaffeehaus? Thalia? Island?). StarBucks und ExtraBlatt mag ich nicht, auch die laden mich nicht ein.

Aber: Wir haben ja den Hutmacher im Mirker Bahnhof.

Also in Zukunft öfter mal dort.

Medienausstattung und Fortbildungen

Fast wie das Henne – Ei Problem finden wir in vielen Diskussion über die Einführung von „neuen“ Technologien an der Schule die Frage:
Wie verhält es sich mit der Fortbildung und der Medienausstattung? Geht das nur Hand in Hand – oder muss zuerst der Einsatz geklärt und fortgebildet sein, bevor die Geräte angeschafft werden?

Oft hört man dann: „Keine Geräte ohne Fortbildung.“ Was erstmal plausibel klingt und Zustimmung erhält, funktioniert auf den zweiten Blick nicht mehr richtig. Leider ist das nämlich mit dem Internet und der Digitalisierung etwas anders. Das „Internet“ kann man nicht nur fortbilden, sondern man muss es erleben. Man muss mit und in den digitalen Welten leben und sie für sich selber entdecken. Das Internet ist nicht nur ein besseres Buch oder ein besserer Füller: Es ist ein gänzlich neues Medium mit neuen Möglichkeiten1. Und wenn man auf einem Workshop bei Lisa Rosa das Bloggen lernt, dann muss man es in der Schule auch einsetzen können – ohne besonderes Arrangement.

These: Medienbildung an Schulen ohne Geräte, ohne schnelles Internet und das überall ist wie Schwimmen lernen ohne Schwimmbad.

Ich verstehe nicht, warum immer wieder die Forderung aufkommt, dass man die Lehrenden doch zuerst (oder zumindest sofort) fortbilden müsse, damit sie die Technologien auch sinnvoll im Unterricht einsetzen können. Lernen wir auch schon Laufen, bevor wir die ersten Schritte tun?

Nein, wir lernen es, indem wir es tun. Und dazu gehört hinfallen, neu probieren und es irgendwann halbwegs auf die Reihe bekommen. Und daher muss die Infrastruktur an den Schulen zuerst einmal geschaffen werden. WLAN überall, digitale Verwaltungsabläufe, interne Kommunikation, Absprachen, Stundenpläne, drahtloses Drucken und Kopieren, BYOD, schnelles Netz.

Wenn das steht und läuft und die Lehrenden es als „Normalität“ erleben, werden sie es auch viel selbstverständlicher in ihrem Unterricht einsetzen.

Deshalb bitte die Infrastruktur fördern und dann, im nächsten Atemzug, die Möglichkeiten durch erlebte Praxis (aka „FoBi“) aufzeigen. Das darf nicht vergessen werden, ist aber auch selbstverständlich. Wenn dann das Schwimmbad da ist, können sich alle in ihrem eigenen Tempo an das Wasser gewöhnen. Ohne Schwimmbad bringt es nichts, wenn ich den Menschen das Schwimmen beibringe.

Man könnte einwenden: Zuerst die Technik anschaffen, dann erst fortbilden. Das haben wir vor Jahren doch auch schon gemacht. Und nun steht die Technik unbenutzt und unbrauchbar im Keller. Wer schützt uns vor einer neuen Fehlinvestition?

Das kann wieder passieren. Klar. Allerdings glaube ich, dass wir in einer anderen Zeit leben, als noch vor 5–10 Jahren. Der technologische Fortschritt schreitet weiter voran, und viele Technologien sind inzwischen so ausgebaut, dass sie als „stabil“ gelten können. Unsere Rechner heute sind oft mehr als 6 Jahre alt – und funktionieren hervorragend. Das hätte es vor 5 Jahre noch nicht gegeben. Auch das WLAN ist mit dem 802.11n Standard inzwischen so weit, dass es wahrscheinlich auch in 6 Jahren noch laufen wird – bis die Geräte eh abgeschrieben sind. Es ist also heute weit weniger ein Risiko, auf eine Technologie zu setzen, als noch vor ein paar Jahren. Die Produkte werden alle über ihre gesamte Nutzungszeit ausreichend schnell genug sein und nicht vorher veralten.

Daher: Mut bei der Medienausstattung der Schulen. Wir sollten ein Umfeld schaffen, damit der Medieneinsatz zuerst bei den Lehrenden Normalität werden kann. Wahrscheinlich schaffen wir es nur so, dass auch die Digitalisierung in der Schule irgendwie so etwas wie „normal“ und alltäglich wird.

Oder liege ich da falsch?

Förderprogramme in Bund und Land: Eine Chance

Aktuell sprießen – sicherlich nicht zuletzt aufgrund der anstehenden Wahlen – die Förderprogramme für Schulen nur so aus dem Boden. Große Programme wären zum Beispiel:

  • Gute Schule 2020 der Landesregierung NRW:
    → 2 Mrd. Euro für „Infrastruktur“ an Schulen bis 2020
  • Digitalpakt#D des Bundes:
    → Frau Wanka kündigt an, in den nächsten 5 Jahren 5 Mrd. Euro für „WLAN und Computer“ bereitstellen zu wollen (am Kooperationsverbot vorbei).
  • Breitbandinitiative der Bundesregierung
    → Ausbau von Breitband (Glasfaser) vornehmlich in Industriegebieten – aber auch unter Berücksichtigung von Schulen; flankiert von einer kooperierenden Förderung des Landes NRW.

Und aus der Lehrerschaft und assoziierten Berufen gibt es auch erste Kommentare: „Die Kinder spielen schon genug an den Handys. Wir haben andere Probleme.“ – „Vergesst die Fortbildungen nicht!“ – „An der Lenrkultur ändert sich so doch eh nichts“ – „Oh super! – Wir wollen für unsere Schulen SmartBoards/iPads/XYZ anschaffen“.

Wahrlich erstaunt hat mich die Aussage von Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbands: „Besser wäre es, das Geld in die Schulbibliotheken zu stecken“ […] “Gerade sozial schwache Schüler müssen lesen, lesen, lesen – und zwar das gedruckte Wort.“ (Quelle: SpOn & mobilegeeks.de). Das meint der doch nicht ernst, oder?

Ein anderer gern gezogener Vergleich ist der von maroden Toiletten, undichten Dächern und tristen Schulhöfen gegen Internetversorgung und Medienausstattung. Brauchen wir nicht erstmal funktionierende Gebäude, bevor wir uns um so Luxus-Zeug wir Internet kümmern? (Lenkt doch eh nur vom richtigen Lernen ab, oder Herr Kraus?)

Keine Frage, es gibt Nachholbedarf. Ja. Hier stehen die Schulträger auch in ihrer Pflicht – und freuen sich über finanzielle Unterstützung, da die klammen Kassen der Kommunen oft nur das Nötigste zulassen.

Aber Toiletten und Glasfaser gegeneinander aufzurechnen, ist nicht gut. Im Falle des DigitalPakt#D ist es sogar inhaltlich daneben:

Wir haben ein Kooperationsverbot in der Bildungspolitik, das dem Bund untersagt, finanzielle oder inhaltliche Vorgaben für die Bildungspolitik der Länder zu machen. Offenbar möchte der Bund mit der von Wanka vorgestellten Initiative eine Lücke nutzen, und mit den 5 Mrd. Euro gezielt technische Ausstattung an den Schulen fördern: WLAN und Computer. Im Gegenzug sollen die Schulen passende Schulprogramme und Medienkonzepte vorlegen. Ich finde, dagegen ist nichts einzuwenden. Die Renovierung von Toiletten oder der Bau von Mensen kann vom Bund nicht gefördert werden. Daher kann man das fehlende Engagement an dieser Stelle auch nicht kritisieren. Entweder technische Ausstattung oder kein Geld.

Etwas anders sieht es in NRW aus. Hier wird mit dem Gesetzesentwurf zum Programm „Gute Schule 2020“ die „Infrastruktur“ an Schulen gefördert – und dabei wohl ganz bewusst offen gelassen, was genau Infrastruktur ist und wie sich die Mittel verteilen. Es ist nur deutlich, dass die gesamte „Lern-Infrastruktur“ gemeint ist, also Räumlichkeiten UND Medien (an einer Stelle auch explizit Breitband & Glasfaser). Hier liegt es also in der Verantwortung der Kommunen, das Geld a) abzurufen und b) so zu verteilen, dass neben anstehenden/nötigen Bauprojekten auch die Anbindung der Schulen angegangen wird. Toiletten und Dächer haben ohne Zweifel eine hohe Wichtigkeit, allerdings darf die digitale Infrastruktur nicht hinten runter fallen. Ihre Wichtigkeit steigt mit der Zeit und wird bald ein entscheidendes Standort-Kriterium (wenn es das global nicht schon ist).

Ach… Ich bin die Klagen und Bedenken leid.

Endlich tut sich mal was nach langen Jahren der Forderungen, die Infrastruktur an Schulen anzugehen. Endlich wird Geld in die Hand genommen. Endlich ergeben sich die Perspektiven, Schulen entsprechend ihrer anspruchsvollen Aufgabe an die digitale Gesellschaft anzuschließen. 

Lasst uns dies bitte nicht in Bedenken ertränken, sondern nutzen. Ich würde mir wünschen, in 5 Jahren keine Schule mehr besuchen zu müssen, die über einen 16k-DSL-T@school Leitung im Internet „surft“… Schulen brauchen zukünftig Glasfaser. Punkt. Und mit den Förderprogrammen haben wir dafür eine realistische Perspektive; wenn wir es richtig nutzen.


Nebenbei:
Der DigitalPakt#D ist bisher eine reine Absichtsbekundung, die in der nächsten Legislaturperiode angegangen werden könnte… Also ziemlich offen. 
Das Programm Gute Schule 2020 ist auch noch nicht beschlossen, sondern liegt als Gesetzentwurf vor. Hier sieht es allerdings so aus, als wenn die Umsetzung nur noch eine Frage der Zeit ist.

Universal Clipboard und Evernote

Wie man die neue Funktion ‚Universal Clipboard‘ von iOS und macOS sinnvoll in seinem Arbeitsablauf nutzen kann.

Alle Geräte sind auf die neuen Systeme aktualisiert – und man spielt mit den neuen Möglichkeiten. Sehr angenehm finde ich dabei das Universal Clipboard. Diese Funktion von iOS 10 und macOS synchronisiert die Zwischenablage zwischen den eigenen Geräten. Man kann auf dem iPhone einen Text oder ein Bild kopieren und es danach auf dem Mac in einer Mail einsetzen.

Sehr praktisch ist diese Funktion zum Beispiel für die Workflow Skripte, die ich auf dem iOS Geräten installiert habe. Sicher, ich könnte die auch auf dem Mac in Automator nachbauen – muss ich aber nicht mehr.

Ein oft genutztes Script wandelt die Evernote Links aus der App in interne Links um.

Kurz zur Erklärung: Wenn man in Evernote einen Link zu einer Notiz kopiert und diesen in einer anderen Evernote Notiz einsetzt, wird die ursprüngliche Notiz direkt verlinkt. So soll es auch sein. Setzt man den Link aber in einer anderen App sein – zum Beispiel als Verweis zu einem Kalender Eintrag – dann führt der Link nicht direkt in Evernote, sondern geht den Umweg über die Webseite. Und nervig wird es dann, wenn man sich auf dieser erstmal anmelden muss. Daher wandle ich die ‘externen’ Links mit einem Script in ‘interne’ um und lande direkt in der Evernote App – auf dem Mac wie auf dem mobilen Geräten.

Ich habe mir dafür zwei Scripte gebaut. Eines öffnet einen Link und kopiert den neuen, internen Link in die Zwischenablage und eines nimmt einen Link aus der Zwischenablage entgegen, ändert ihn und fügt den neuen Link wieder zur Zwischenablage hinzu. Ersteres Script startet man durch Klicken auf einen Link in einer App, letzteres kann man direkt aus Workflow starten.

Eine Anleitung für die Scripte gibt es bei reddit: https://www.reddit.com/r/workflow/…

Letzteres Script spielt mit dem Universal Clipboard super zusammen: Wenn ich auf dem Mac einen Link kopiere um ihn im Kalender einzuführen, gehe ich danach kurz ans iPhone, lasse das Worksflow-Script laufen und setze den so geänderten Link dann am Mac wieder ein. Da sich iPhone und Mac die Zwischenablage teilen, geht das alles ratz-fatz und ohne Verzögerungen. Praktisch und hilfreich.

Sicherung in der Toilette

Kurz notiert fürs Internet:

Die in unserem KNAUS Südwind installierte Toilette „Thetford C2“ hat eine zusätzliche Sicherung. Muss man erstmal drauf kommen.

Wenn also nach einer längeren Standzeit die Pumpe nicht mehr geht, so kann es sein, dass sie trocken gelaufen ist. Und weil sie dann mehr Strom zieht, brennt die Sicherung durch.

Die Sicherung für die Toilette findet sich im Toiletten-Schacht mittig rechts hinter der Stromzuführung. Sieht man von vorne nicht, kann man nur erfühlen, wenn man weiß, wo. Mit einem Schraubendreher kommt man dann dran.

IMG_4642 (1)

Als Sicherung wird eine 2A 250V Feinsicherung (amazon) verwendet.

(Es empfiehlt sich, mehrere Sicherungen zur Hand zu haben – oder kurzfristig auf Alufolie zurückzugreifen, bis die Pumpe wieder rund läuft.)

Im- und Export mit der Health.app

Wie man Daten aus der Health.app rausbekommt – und wieder importieren kann.

Die Daten in der Health.app auf dem iPhone sind nur auf dem Gerät gespeichert – was einerseits schön ist, andererseits aber auch unschön, wenn man sich auf ein Backup in der Cloud verlässt…. Nach dem zurücksetzen eines iPhones können die Daten nämlich (je nach Einstellung) weg sein.

Wie kann man die Daten sichern? Eine eigene Im- und Export-Möglichkeit der Health.app gibt es noch nicht; ist aber für iOS 10 angekündigt.

Derweil helfen zwei Apps, seine Daten aus der App herauszubekommen – und auch wieder hinein. Natürlich ist es darüber auch möglich, die Daten ein wenig zu pimpen – das muss jede_r selber entscheiden 😉

Für den Export aus der Health.app kann man Health Export nutzen. Sehr genau kann man dort die Datenquelle und die Zeiträume auswählen und bekommt alles in ein .csv geschrieben.

Das .csv kann man wegspeichern oder wieder in die App importieren (auf einem anderen iPhone oder wenn man sein altes zurückgesetzt hat). Dafür habe ich die App Health Importer verwendet. Die  .csv-Daten kommen am einfachsten via AirDrop vom Mac aufs iPhone. 

Die Apps können nach der Verwendung gelöscht werden. Man sollte aber nicht bestätigen, dass alle Daten gelöscht werden, da dann auch die importieren Daten in der Health.app fehlen.

Die importieren Daten können auch wieder gelöscht werden. Dazu geht man in „Daten“ → die gewünschte Kategorie → … → „Daten freigeben“ und kann dort die von den einzelnen Apps gespeicherten Daten einsehen und einzeln oder tageweise löschen.

Politik und Unterhaltung

Was ist gerade los? Liegt es vielleicht an einer unglücklichen Vermischung von Politik und Unterhaltung?

Habe einen Kommentar auf der geschlossenen Dialogplattform Facebook hinterlassen – auf einen Post von @mrtopf. Da ich dort normalerweise nicht kommentiere, möchte ich den Gedanken hier im „offenen Web“ noch festhalten.

Wie gesagt: Nur ein Gedanke – unrein und unfertig.

Politik ist der mühsame Versuch, die gesellschaftlichen Interessen unter einen Hut zu bringen und zu einem „Gemeinwohl“ beizutragen. Die „Show“ gehörte in bestimmten Zeiten dazu – und diente zur Mobilisierung. Diese Phase wurde als „Wahlkampf“ bezeichnet. Politik hat sich also zu bestimmten Zeiten bewusst das Entertainment zu nutze gemacht, um zu „politisieren“.

Heute scheint es, dass sich das Entertainment durchgesetzt habe. Trump – ja nur als ein Beispiel – hat keine politischen Interessen mehr, sondern will die Show: provokativ, plakativ, einfach, ohne Erklärung, ohne Verantwortung. Und in der digitalisierten Medienwelt findet er schnell die Echokammern, die ihn laut und lauter werden lassen.

Das ist gefährlich, weil Politik eigentlich weiter Politik ist – auch wenn es als Entertainment verkauft wird (im Grund ein Fehler der vergangenene Politiker-Generationen).

Was passiert wenn das Entertainment plötzlich auch gewählt wird, haben wir in GB gesehen: Die Show-Stars treten zurück und haben plötzlich Angst vor der eigenen Courage. Im Grunde zeigt es aber auch, dass der Respekt vor dem politischen Betrieb immer noch sehr groß ist. Noch. Zum Glück.

Was geschieht, wenn die Geister, die Trump & Co. geweckt haben, nicht mehr zurück gehen? 🙁 Das kann böse werden.

Wie kann es zukünftig weiter gehen? Vielleicht indem mehr und mehr in Verwaltungsapparate gepackt wird, die einfach unabhängig „funktionieren“; und mit Politikern, die vor allem repräsentativen Charakter haben. Wir müssen uns dann daran gewöhnen, dass unser Bedürfnis nach Veränderung nicht mehr in Wahlen befriedigt werden kann, sondern „Politik“ nur verlässlich durch das Engagement in und mit den Verwaltungen geschieht.